Januar 23, 2021

Trading für Anfänger: Strategie entwickeln

Als Anfänger hat man es nie leicht. Doch gleichzeitig gilt: Wo kein Anfang, da kein Gewinn. Daher ist ganz klar zu sagen, dass man nur erfolgreich in etwas sein kann, wenn man damit startet und das gilt auch für den Börsenhandel. Wie bei anderen Dingen im Leben, sollte man aber auch in den Börsenhandel nicht planlos starten. Eine Strategie ist sinnvoll und sollte vor dem ersten Trade aufgestellt werden, denn diese dient als Ihr roter Faden zwischen Kurschwankungen und Unsicherheiten. Wie eine solche Strategie aufgestellt werden kann, zeigen wir Ihnen anhand von vier Fragen, die Sie sich stellen sollten.

Welcher Risikotyp bin ich?

Die erste Frage, die Sie sich stellen sollten ist, welcher Risikotyp Sie sind. Hierfür können Sie sich zunächst selbst reflektieren, indem Sie sich fragen, wie Sie auf Gefahren, Unsicherheiten und Ängste in Ihrem bisherigen Leben reagiert haben. Waren Sie immer derjenige, der auf Nummer sicher gegangen ist und die Dinge erst einmal aus der Ferne beobachtet haben oder waren Sie schon immer der Draufgänger, dessen Lebensmotto „no risk, no fun“ ist? Ebenso sollten Sie sich fragen, wie oft Sie Ihr Handy und Ihre Positionen checken würden und ob Sie jemand sind, der unter Unsicherheit gut einschlafen kann.

Je nachdem, wie Sie diese Fragen beantworten, sollten Sie sich einem risikoscheuen, risikoneutralen oder risikoaffinen Typ zuordnen.

Wie kann ich Trading in meinen Alltag integrieren?

Trading für Anfänger kann durchaus auch mal zeitintensiv sein. Je nach gewählter Strategie bleibt das auch so. Daher sollten Sie sich gut überlegen, wie viel Zeit Sie überhaupt übrighaben. Möchten Sie Trading professionell angehen oder neben dem Beruf. Wie viel Zeit möchten Sie mit Ihren Kindern verbringen und wie hoch ist Ihr Zeitkontingent dann noch für ihr Liebesleben?

Das Trading ist nämlich auch eine Verpflichtung und somit eine Beziehung, die Sie im Leben eingehen. Wichtig ist, dass Sie andere Verpflichtungen dadurch nicht vernachlässigen und trotzdem genügend Zeit für das Trading einplanen.

Je nach Antwort, sollten Sie entweder passiv oder aktiv traden. Haben Sie viel Zeit und Lust können Sie aktiv und partizipativ traden. Möchten Sie Ihren Lebensmittelpunkt jedoch nicht verschieben, sollten Sie passiv und somit über einen langen Zeitraum investieren.

Welche Handelsinstrumente möchte ich traden?

Ein ähnlicher Gedanke steckt hinter dieser Frage. Auch hier müssen Sie sich entscheiden, ob Sie Handelsinstrumente kaufen, die kurzfristig oder langfristig sind. ETFs, Zertifikate, Fonds und alle Handelsinstrumente, die sparplanfähig sind, passen zu einer langfristigen und somit passiven Anlagestrategie. Alle anderen Handelsinstrumente passen zu aktiven Tradern. Doch auch hier sollte nochmal zwischen kurzfristigen und mittelfristigen Objekten unterschieden werden. Während manche Handelsinstrumente, wie CFDs, oftmals einen sehr kurzfristigen Charakter haben und daher gerne im Daytrading gehandelt werden, sind Aktien oftmals mittelfristig in der zeitlichen Anlage.

Was ist mein Ziel?

Natürlich müssen Sie sich auch fragen, was eigentlich Ihr Ziel ist? Hier ist es entscheidend mehrere Ziele zu formulieren. Zunächst sollten Sie das Oberziel formulieren. Möchten Sie mit Trading Ihren Lebensunterhalt bestreiten? Möchten Sie die Altersvorsorge aufstocken. Möchten Sie vielleicht einfach ein Nebeneinkommen erzielen? Schreiben Sie es auf und manifestieren Sie dies. Zudem sollten Sie für jede Position, die Sie kaufen ein Ziel aufschreiben. Welche Rendite möchten Sie erzielen und zu welchem Kurs möchten Sie verkaufen?

Vorteile einer Strategie: Spekulation keine Chance geben

Der Vorteil einer solchen Strategie ist, dass Sie Spekulation keine Chance geben. Da Sie bereits formuliert haben, wann Sie verkaufen möchten, ist die Gefahr des Zockens deutlich geringer. Zudem wählen Sie nur Handelsinstrumente zum Traden aus, die auch zu Ihrem Risiko- und Anlagetyp passen. So können Sie das Trading genau auf Ihre Bedürfnisse anpassen. Dank der definierten Rahmenbedingungen ist die Wahrscheinlichkeit Verluste durch Spekulation zu generieren, geringer.